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Die Anfänge des Enser Schulwesens ( Teil 1)
Seit wann es in Bremen und in den anderen Ortschaften des Kirchspiels Schulen gab, muss im Dunklen bleiben, weil die schriftlichen Quellen zur Bremer Schulgeschichte erst mit dem Ende des 18. Jh. einsetzten. Dennoch gibt es einige Hinweise darauf, dass die Anfänge des Schulwesens zumindest in Bremen und in Oberense bereits im 17. Jh. zu suchen sind. So findet sich im Kopfschatzregister des Jahres 1663 ein "Schulmeister" in Bremen, und in Oberense wird der Bewohner Michael Schulmeister als "pauper ludimagister" aufgeführt. Für das Jahr 1685 können anhand des Kopfschatzregisters für Bremen der Schulmeister Casper Dreber und für Oberense der Schulmeister Jorgen Schulte nachgewiesen werden. In späteren Kopfschatzregistern werden nur noch Namen, nicht aber mehr die Berufe aufgeführt, so dass ein Nachweis von Schulmeistern nicht mehr möglich ist, obwohl diese sehr wohl existiert haben können.
In der "Aufstellung der Familien im Kirchspiel Bremen wie sie im Sommer 1736 von Pfarrer Nortberg besucht wurden" werden für Bremen die Schule erwähnt sowie "Ludimagister" Anton Reinold, der mit seiner Familie dort wohnt.

Die nächsten Nachrichten über das Bremer Schulwesen entstammen dann einer schriftlichen Befragung aller Pfarreien, die das Kölner Generalvikariat im Zuge der oben aufgezeigten Reformbestrebungen durchführte, um so einen Überblick über das bestehende Elementarschulwesen in Kurköln und im kölnischen Westfalen zu gewinnen. Auch der Bremer Pfarrer Krafft verfasste weisungsgemäß einen Bericht, und so entstammen die ersten detaillierten Informationen über das Schulwesen des Kirchspiels Bremen und der späteren Gemeinde Ense der "gehorsamste(n) Nachricht auf die Ordination Ihrer hochwürdigen Gnaden des Hl. Generalvikars zu Köln vom 12. Juni 1789 inbetreff des Schulwesens verfertiget für die Pfarrei zu Bremen von Pastor Johann-Philipp Krafft".
Aus dem Bericht Kraffts geht hervor, dass im Pfarrort Bremen sowie in den Nebenorten Hünningen, Waltringen und Volbringen 1789 Schulen bestanden.
Über die Pfarrschule in Bremen erfährt man, dass "Knaben" und "Mägdchen" gemeinsam unterrichtet wurden. Auf die Frage, ob jeder Schulort über ein besonderes Schulhaus verfügte, ob darin eine Lehrerwohnung vorhanden sei und ob das Schulzimmer auch geräumig genug sei, antwortete Krafft: "Bremen hat nur ein besonderes Schulhaus, ist nicht so geräumig, dass der Schullehrer seine freie Wohnung darin haben mag, das Schulzimmer ist für die Kinder nicht geräumig genug, dessen Höhe beläuft sich zu 10-, Breite9-, Länge 25 Fuß." Auch die Schulhäuser in Hünningen und Waltringen müssen laut Krafft äußerst eng und klein gewesen sein, die beiden Lehrerinnen wohnten in gemieteten Häusern. Man kann davon ausgehen, dass es neben diesen, von Krafft angeführten Schulen noch mehrere Privatschulen gab, Räumlichkeiten, die auf einzelnen Höfen zur Verfügung gestellt wurden, und in denen die Kinder der Umgebung unregelmäßig, zumeist im Winter, unterrichtet wurden.
Solche Privatschulen, auch Familienschulen genannt, sind für Sieveringen, Bilme und Hünningen (auf Gut Füchten) belegt (Kr. Soest 236, Gem. Ense, 40-635). Die Antwort Kraffts auf die Frage, wie es denn mit dem Schulwesen in den Nebenorten bestellt sei, ist es wert, in vollem Umfange zitiert zu werden, denn zum einen enthält sie einen Hinweis darauf, wer an den Schulen Unterricht gab, und zum anderen wirft sie ein bezeichnendes Licht auf die "Qualifikation" der Lehrpersonen.

"Zu Hünningsen hält eine Dovotesfr. Schul namens Anna Düser von 58 Jahren. Zu Waltringen hält auch eine Devotesfrau Schul namens Elisabeth Kerchhof von ungefähr demselben Alter. Ihre Unternehmung und Bemühung ist löblich bishero gewesen, haben 30 Stiiber jährlich Schulgeld von jedem Kind empfangen.
Zu Vollbringsen ist auch ein Stück von einem Schulmeister, welcher nur schon vieler Lärmen verursacht vor einigen Jahren, indem er wenn er einige Stüber haben könnte, immer dem Branntwein ergeben war, sein Weib schlug, beschimpfte, ist wegen seines groben Naturells zur Kinder-Unterweisung nicht tauglich. Ich habe schon mehrmalen den (..) Richter zu Werl angerufen, dass er die Eltern dazu anhielte, ihre Kinder, bis sie einen rechtschaffenden Schulmeister hätten, zur Pfarrschule zu schicken, bei einigen hat es gut gethan, bei anderen nicht. Für Schulgeld hat er genommen jährlich 1 rh, 1 Funder Holz und die drei Kirmeßen ad 3 Stüber von jedem Kind."

Quelle: Archiv der gemeinde Ense


Mir seinem Bericht bestätigte Pfarrer Krafft somit für seinen Pfarrbezirk jene Missstände im Schulwesen, die überall im gesamten Land herrschten und die durch eine umfassende Reform überwunden werden sollten. Einige Jahre nach dem Bericht, nämlich bereits in hessischer Zeit, fand dann auch im Kirchspiel Bremen eine jener Visitationen der Westfälischen Schulkommission statt, die der Neuorganisation des Schulwesens dienen sollte. Die Bremer Ortschaften besuchte der Rüthener Pfarrer F.A. sauer, der bedeutende Reformer des westfälischen Schulwesens.
Am 30.04.1802 vereinbarte er gemeinsam mit Pfarrer Krafft und den Gemeindevorstehern die neuorganisation des Schulwesens im Kirchspiel durch die Einrichtung von Schulbezirken: (Vgl. im folg. LA X 17.3). Demnach sollte Bremen als Pfarrort mit 48 Häusern (H) Schulort werden für Parsit (10H), Höingen (32H), Ruhne (23 H), Gerlingen (8H) und Waterlappe mit Sägemühle (2H), also für sechs Ortschaften mit insgesamt 124 Häusern.
Hünningen mit 16 Häusern war als Schulort für Waltringen (39H), Füchten, Füchtener Heide und Schippeter (7H), Fürstenberger Häuschen (2H) und Lüttringen (28H) vorgesehen, also für insgesamt 92 Haushaltungen.
Zum Schulort Oberense schließlich mit 14 Häusern sollten Niederense (37 H), Bilme (7H), Bittingen (7H), Volbringen (13H) und Sieveringen (10H), das nicht im Bremer Pfarrbezirk, sondern in dem von Westönnen lag, gehören, zusammen also 88 Haushaltungen.
Fortsetzung Teil 2 >>
(veröffentlicht: Ausgabe 91/2002)
ense-press by haase-druck
Peter Haase
Rauschenberg 82
59469 Ense-Bremen
Tel.: +49 2938 573
E-Mail: info@ense-press.de

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Kriegszeiten vor 430 Jahren und 380 Jahren in unserer Heimat, Teil 1 von 2
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1586 die Schlacht bei Bremen
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St. Anna-Kapelle
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Farmhouse Soerries-Schulte 200 years
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