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Gut Oevinghausen Teil 2
Im Teil 1 waren die familiären Besitzverhältnisse und Zusammenhänge vom Gut Oevinghausen bis etwa zum II. Weltkrieg beschrieben. Die Fortsetzung befasst sich im wesentlichen mit der Zeitspanne von 1945 bis 1962.
Erich August Adolf, also der Bruder von Elsbeth Baronin v. Plettenberg-Oevinghausen, lebte bis 1945 in der Nähe von Magdeburg auf Gut Meyendorf und verwaltete im Auftrag seiner Mutter und deren Geschwister das Meyendorfer Vermögen. Nach dem II. Weltkrieg führte die kommunistische Aktion „Junkerland in Bauernhand“ in der Sowjetischen Besatzungszone (Ostdeutschland) 1945 zu Enteignungen aller Großgrundbesitzer. So kam auch der Familienbesitz samt der Wohngebäude entschädigungslos zur Zwangsenteignung und das Gutsland erhielten Bauern und Neusiedler. Ab Juli 1952 wurden diese dann gezwungen, sich „freiwillig“ zu einer sogenannten LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) zusammen zu schließen. Die neuen Besitzer betrieben in der fruchtbaren Magdeburger Börde, wie es schon über Jahrzehnte hin geschehen war, den Zuckerrübenanbau.
Rechts:
Bildpostkarte aus dem Jahr 1934 mit der Südansicht des Gutshauses. Die Karte schickte Elsbeth v. Plettenberg-Oevinghausen um diesen Zeitpunkt an das Patenkind ihres Mannes, an Gisbert v. Nordeck zu Nordeck, Burg Hemmerich und an seinen älteren Bruder Hunold Rudolf Franz.
 
Schon im Herbst 1945 flüchtete Erich August Adolf Baron v. Ochs aus der Sowjetischen Besatzungszone in den „Westen“ und ging in die Britische Besatzungszone nach Waltringen, heute Gemeinde Ense. Er lebte fortan bei seiner Schwester Elsbeth auf dem Gut Oevinghausen bis zu seinem Tod am 26. Februar 1959. Seine Ehe mit der aus Mecklenburg stammenden Magdalene v. Schultz (*1886 - †1942) war kinderlos. Erich August Adolf wurde, wie seine auf Oevinghausen 1941 verstorbene Mutter Marianne, geb. v. Nathusius, auf dem evang. Gemeindefriedhof in Wickede/Ruhr beigesetzt. Dort fand auch die Schwester von Elsbeth und Erich August Adolf - nämlich Johanne v. Ochs (*1878 - †1949) ihre letzte Ruhestätte. Sie war unverheiratet und diente als Schwester im Johanniterorden. Der Vollständigkeit halber sei auch der älteste Bruder Karl Baron v. Ochs (*1875 - †1952) erwähnt, der aber zum Gut Oevinghausen keine erkennbare Beziehung hatte. In seinen letzten Lebensjahren beschäftigte sich Erich August Adolf v. Ochs intensiv mit der Geschichte der Familie seiner Frau und seiner Schwiegermutter und veröffentlichte 1952 im Selbstverlag eine umfangreiche genealogische Datensammlung, die in Neheim gedruckt wurde.
  Links:
Elsbeth Baronin v. Plettenberg-Oevinghausen schreibt auf der Rückseite der Bildpostkarte (siehe Titelbild):
„Lieber Gisbert. Oevinghausen
Dank für dein Brieflein und Weihnachtsgedicht nun weiss ich doch wie du und Hunold ausseht, und du kannst dir Oevinghausen ansehen, damit, wenn du mal herkommst, es schon kennst. Ein Küsschen für dich mein Junge, Tante Elsbeth“
Über die wirtschaftlichen und sonstigen Verhältnisse auf Oevinghausen bis zum Tod der Baronin Elsbeth v. Plettenberg-Oevinghausen, geb. v. Ochs, liegen bisher kaum verwertbare Unterlagen vor, da bisher nicht eindeutig zu erforschen war, wohin die schriftlichen Unterlagen der Familie nach 1962 gelangten. Nicht nur der Familienname Plettenberg-Oevinghausen, sondern auch der v. Ochs dieser Line erlosch mit dem Tod von Elsbeth v. Plettenberg-Oevinghausen.
Sicher ist jedoch, dass ein Teil des zu Oevinghausen gehörenden Waldbesitzes konkret 1919, also nach dem I. Weltkrieg und vor der Inflation 1921/23, in den Besitz der Stadt Werl überging und das Gut 1959 lt. Testament nebst den Gebäulichkeiten noch aus etwa 200 Morgen Land- und Forstfläche bestand. Ebenso ist noch unklar, wann genau und in welchem Ausmaß das Haupthaus des Gutes durch einen Brand zwischen 1926 und 1928 geschädigt wurde und ob für den Wiederaufbau weitere Waldbesitzungen an die Stadt Werl zum Verkauf kamen. Klar ist jedoch, dass das heutige Wohnhaus vom Baustil und Grundriss völlig anders da steht als das ehem. Gutshaus (Fachwerkgebäude mit Turmanbau und einer weithin sichtbaren Turmuhr). Es war außerdem mal von einer Gräfte umgeben.
Rechts:
Elsbeth v. Plettenberg- Oevinghausen, geb. v. Ochs in den 50ger Jahren des vorigen Jahrhunderts

Wie anfangs geschildert, waren und sind die v. Plettenbergs eng verwandt mit den Vorfahren des Begründers der Bodelschwingh´schen Anstalten in Bethel, mit Pfarrer Friedrich Wilhelm v. Bodelschwingh (*1831 - †1910). So war es nur logisch, dass die letzte kinderlose Besitzerin von Oevinghausen ihr Eigentum testamentarisch nach ihrem Tod 1962 den Bethel´schen Anstalten vermachte.
Leider konnte aus vielerlei Gründen ihre Idee nicht verwirklicht werden, ein Kinderheim oder eine andere Einrichtung konkret auf Oevinghausen einzurichten und so verkauften die Anstalten 1965 das Gut an die Familie Luig und der Erlös finanzierte den Bau des v. Plettenberg-Stifts am Schillingshof in Bielefeld Senne, einer 1969 zur Pflege und Unterbringung ehemaliger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewidmeten Einrichtung. Dort hängt noch ein großes Ölgemälde der Stifterin und erinnert an die letzte adelige Besitzerin vom Gut Oevinghausen.
 
Verfasser: Jochen Engelhard v. Nathusius, Stadtarchiv Fröndenberg/Ruhr, Ruhrstraße 9, 58730 Fröndenberg, e-Mail: archiv@froendenberg.de oder Telefon: 02373 / 976 223.
Nachwort: Die Forschung der jüngsten Oevinghauser Vergangenheit ist noch nicht abgeschlossen. Wer seitens der Leserschaft der Heimatzeitung „ense-press“ dazu beitragen kann, z. B. durch Erzählungen oder mit Bildbeiträgen oder sogar mit Schrifttum ist herzlich eingeladen sich an den Verfasser zu richten.
Quellen:
Familienarchiv v. Nathusius, Linie Meyendorf (beim Verfasser)
Familienarchiv Baronin Anna Maria v. Nordeck zu Nordeck,
geb. Vendel, Burg Hemmerich, 53332 Bornheim, Tel.: 02227 / 926106
Stadtarchiv Werl, Bestand Sammlung Plettenberg-Oevinghausen
W. Bockhorst, Bestandsführer der Vereinigten Westfälischen Adelsarchive, Münster 2004
A. K. Hömberg, Geschichtliche Nachrichten über Adelssitze und
Rittergüter im Herzogtum Westfalen, Heft 18, Münster 1978
K.-H. Stoltefuß, Haus Heeren, Westf. Kunststätten, Heft 45, Münster 1987
Marlies Liffers, Geschichte des Werler Stadtwalds, 199
(veröffentlicht: Ausgabe-Nr. 108 / Seite 9/ Ostern 2007)
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Peter Haase
Rauschenberg 82
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Tel.: +49 2938 573
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die aktuelle Ausgabe, Heft 150:
21.09.2017
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1217 Drüggelte | Ein Kreuzzug beginnt
Bernhard Frick, Weihbischof
Dietrich von Fürstenberg
1246 Gründung Kloster Himmelpforten
1816 | Die Haar wird preußisch
Die Schlacht bei Bremen 1586
Kölner Erzbischof Engelbert von Berg † 07.11.1225
Wallfahrten
Gründung des Klosters Scheda
Adolf von Hatzfeld
Vorstenburg auf Richters Köpfchen über dem Ruhrtal
Die Not in der Zivilbevölkerung im 1. Weltkrieg 1914/18
Soester Fehde, Teil 2/2
Soester Fehde, Teil 1/2
Freiwillige Arnsberger Jäger-Kompanie als leichte Infanterie 1814 gegen Napoleon
1813 - Kosaken auf der Haar
Kriegszeiten vor 430 Jahren und 380 Jahren in unserer Heimat, Teil 2 von 2
Kriegszeiten vor 430 Jahren und 380 Jahren in unserer Heimat, Teil 1 von 2
Telegraphenlinie via Echtrop - Höingen
Napoleons Russland-Feldzug, Teil 2, der Rückzug
Napoleons Russland-Feldzug, Teil 1, Vormarsch u. Eroberungen
Kalenderreform 1582
Ernst von Bayeren stirbt am 17. Februar 1612 in Arnsberg
Goldfeuer bei Günne
1586 die Schlacht bei Bremen
Kaspar Schwarze, gnt. Betkaspar
Von Hexen und Ketzern
Wiedenbergkapelle
Niederenser Feldkreuz
100 Jahre Schützenhalle Bremen
Pängel Anton und Deutsches Wirtschaftswunder in Ense
Heimatgeschichte-Archiv
Alte Gewichte, Maße und Münzen
Delecke: 75 Jahre Bismarckturm
Kutsche 1948 in Niederense verunglückt
Ehemaliges Totenläuten vom Niederenser Spritzenhaus
St. Anna-Kapelle
Haus Soerries-Schulte 200 Jahre alt
Farmhouse Soerries-Schulte 200 years
25 jähr. Partnerschaften mit Ense
Klosteranl. Himmelpforten bis 1943
Ense im Mittelalter
Haarstrang 390 Mio. Jahre
Hellmichs 167 Jahre Küster
Gut Oevinghausen Teil 2
Gut Oevinghausen Teil 1
B.Soerries 1883 emigriert
B.Soerries emigrates 1883
Forsthaus Himmelpforten
Tante Emma Laden
Bericht aus 1813
Bauernhaus an der Haar
Badehaus Fürstenberg
Drüggelter Kapelle
90 Jahre Möhnetalsperre
Rittergut Oevinghausen
Kunst St. Bernhardus
Kapellchen Hünningen
Lambertus Reliquie
Kunstwerke St. Bernhard Kirche
Speichergebäude Günne
Heiligenhäuschen Gröchte
"Zum Redde" - Bremen
Vorstenburg, Ense
Emmausgang 1939
Korndiemen an der Haar
Mähdrescher und mehr ...
Berühmte Pfarrer Bremen
Schlacht bei Bremen
Prozessionen Bremen
Kapelle Fürstenberg
Kurfürstl. Kolonen 1, Günne
Kurfürstl. Kolonen 2, Günne
Kommunale Wappen
Lambertus-Skulptur, Ense
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Enser Schulwesen 2
Enser Schulwesen 3
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Kloster Himmelpforten (1)
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