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Farbe • Form • Töne: Michael Winkelmann Bildhauer und Silberschmied
Michael Winkelmann
  Drei Tage verbrachte Michael Winkelmann im Frühjahr 2004 in den Restaurierungsräumen des inzwischen fulminant neu eröffneten Bode-Museum in Berlin. Auf die Spuren seiner mittelalterlichen Zunftgenossen hatte ihn Prof. Hartmut Krohm, Leiter der Skulpturensammlung, gesetzt, um an den noch erhaltenen Figuren des Soester Patroklischreins die Legierung der kostbaren Metalle, die technische Verarbeitung und den Erhaltungszustand zu studieren und zu begutachten.

Vasa sacra und vasa non sacra – heilige und nicht heilige Gefäße – unterschieden die mittelalterlichen Auftraggeber. Kelche, Patenen, Monstranzen, aber eben auch Reliquienschrein, Taufstein und Kerzenleuchter haben die Werkstatt von Vater Wilhelm Winkelmann und der Söhne Michael und Christof seit mehr als 45 Jahren verlassen, um das liturgische Geschehen in Kathedralen und Kapellen würdig zu gestalten.

Das Treiben von Gold, Silber und Kupfer, das Ausdehnen und Ausformen im Wechsel von Hammerschlägen und Glühvorgängen sowie das Ziselieren und Gravieren hat Michael Winkelmann bei Professor Karl Schrage an der Werkkunstschule Wuppertal gelernt und in dieser skulpturalen Technik Chorschranken und Medaillons, Taufsteindeckel und Turmschmuck geschaffen. Gesellen sich zu diesen edlen Metallen Edelsteine oder Bergkristalle in eleganter Verarbeitung, spricht Michael Winkelmann mit Armreif, Ring und Halsgehänge das ästhetische weibliche Empfinden an.
Rechts: Objekt: Dose, Silber und Achat

Was in der Werkstatt Winkelmann in der Wollmeine in Brüningsen das Jahr hindurch geschieht, muss nicht nur konzeptionell entworfen und gestaltet werden. Die Auftraggeber, so verrät es das Werkverzeichnis, sind Kirchengemeinden diesseits und jenseits der Bistumsgrenze, allein in Dortmund sechzehn. Allerorten galt es nach dem Konzil (1962-1965), die überlieferten Chor- und Altarräume neu zu gestalten, den herkömmlichen Kirchenbesucher zur mitfeiernden Gemeinde einzuladen. Behutsam spürte Michael Winkelmann das Überlieferte auf, gab ihm mit neuen Formen und Material neuen Zugang, ohne die Botschaft einer Skulptur oder eines Reliquiars zu verdunkeln.

Der Altar, aus der fernen Stätte der Anbetung und des opfernden Priesters zur versammelten Gemeinde geholt, wird als offener Tisch zum Symbol eucharistischer Mahlgemeinschaft, wirkt durch unverfälschtes Material und seine einladende Form. Entsprechend bieten Ambo und Taufstein dem Künstler Raum, den Ort der Verkündigung und des neuen Lebens durch sprechende Symbole und einfache Formen zur Geltung zu bringen. So trägt der nachkonziliare Chorraum von St. Patrokli in Soest ebenso die unverkennbare Handschrift der Werkstatt Winkelmann wie neuerdings die gelungene Renovierung von St. Laurentius in Nordborchen.
 
  Links: Kloster Grafschaft, Nachempfindung des
mitteralterlichen Anno-Kreuzes, Silber und Edelsteine



Hier erscheint der Patroklischrein in neuer Umgebung, dort ein Passionsbild der Renaissance. Auch in St. Antonius in Günne und St. Bernhard in Niederense ließen die Brüder Winkelmann den alten im neuen Kirchenraum bestehen.
Zwischen Kirchengemeinde und Pfarrer, Architekt und bischöflicher Kunstkommission galt es manche Situation zu bestehen. „Doch es ist uns weithin gelungen“, so blickt Michael Winkelmann gelassen zurück, „zwischen gemeindlichen Ansprüchen, ästhetischen Gesetzen und künstlerischen Ideen zu vermitteln. Unsere Arbeit war durchweg von dem Willen getragen, die Menschen nicht zu überfremden, sondern sie in ihrem Empfinden erst zu nehmen, mochte es sich um Menschen aus dem Emsland oder Sauerland, aus dem Ruhrgebiet oder dem Erzgebirge, aus dem Paderborner Hochstift oder dem Bistum Magdeburg handeln.“
Im gastlichen Ambiente von Werkstatt und Atelier empfingen Michael Winkelmann und seine jüngst verstorbene Frau Elke die Auftraggeber und Ausstellungsbesucher. Zu den ersten gehörten auch Bischöfe und Weihbischöfe. Durch Stab, Kreuz und Ring macht Michael Winkelmann ihr pastorales Wirken nach außen sichtbar.
  Oberlangen/Ems. Chorraumgestaltung in der kath. Pfarrkirche
Rechts: Der Stab des Bischofs von Trier, Professor Reinhard Marx

Sein umfassendes Wissen und Können vermittelte er in 38-jähriger Kursleitung „Metallgestaltung“ an der VHS Soest. Seine künstlerische Begabung endet nicht im Engagement in der Bildenden Kunst. Sie zeigt sich auch in der aktiven Mitgestaltung in Chor- und Jazz-Musik. Wenn er in Motetten und Oratorien seinen Tenor einbringt oder in der Jazz-Band am Klavier improvisiert, sieht er sich in der musikalischen Tradition der von der Jugendbewegung geprägten Familie Winkelmann. Am 16. Mai 2007 wird Michael Winkelmann 70 Jahre alt.
 
(veröffentlicht: Ausgabe-Nr. 108 / Seite 44 / Ostern 2007)
ense-press by haase-druck
Peter Haase
Rauschenberg 82
59469 Ense-Bremen
Tel.: +49 2938 573
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die aktuelle Ausgabe, Heft 151:
23.11.2017
Künstlertreff Ense 2008
Wilhelm Winkelmann 1904/89 | Der Linolschnitt
Stefan Madrzak
Udo Wollmeiner
Gero Troike
Vasilije StojanoviĆ
Fritz Viegener (1888 - 1976)
Maria Sperling
Hubert Hense, Alphornmacher
Elke Knappstein
Fritz Viegener
LIZ: KunstProjekt zum 100jähr. Bestehen des Möhnesees
Christina Simon, Weißenfels
Max Schulze-Sölde (1887-1967)
Ronald Schwarzbeck
Wolfgang Bargel
Dorothee Weber, Werl
Rob. Ittermenn und Herm. Prüßmann
Antje Prager-Andresen
Karin Heide Jasper-Schnarre †2010
Karl Richard Jauns
Patrick Porsch
Ludwig Jarmuth
Fachwerkhaus Stockebrand
Victoria Kettschau - Malerin
Pater Abraham Fischer OSB
Karl Richard Jauns †1990 • Siegmar Steinfeld †2000 • Wilhlem Winkelmann †1989 •
Jochem Poensgen, Soest
Stefan Risse, Ense
Bernd Sewert, Möhnesee
Sigrid Wobst, Möhnesee
Susanne Lüftner
Michael Winkelmann
Wolfgang Klee
Franz Risken
Waltraud Schneppendahl
Eberhard Viegener
Kuenstler 1920-1950
Waltraud Schlausch-Esser
Ruth Steinkamp-Malz
Bernd-Udo Winker
Monika Buggisch-Leu
Hewingser Marienfenster
Edda Tubbesing
Eberhard Viegener
Hartwig Diehl
Ingrid Wörsdörfer
Ewald Sacher
Thomas Jessen
Hubert Nordhoff
Christof Winkelmann
Pascale Petit-Peters
Rainer Claus
Karinheide Jasper-Schnarre
Margret Beerwerth
Sieben Künstler
Dr. phil. Heinz Gramann
Ingrid Becker
Claudia Hirschfeld
Angela u. Gero Troike
Gisela Siegel
Gerda Klatt-Krähling
Gerhard Wünsche
Petit-Peters
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W. Wieczorkiewicz
Otmar Alt
Juergen Tomicek
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Kunst in Ense
Marianne Thiemeyer
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