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Farbe • Form • Töne: Eberhard Viegener
Der 1889 geborene Josef Weber, Lehrer in Niederense, tauscht 1914 die Lehrverpflichtung mit der Soldatenpflicht. Doch noch bevor der kunstsinnige Lehrer in Richtung Frankreich zieht, beauftragt er Eberhard Viegener, das ehemalige Zisterzienser-Nonnenkloster unweit seiner Wirkungsstätte zu malen.


Der erst 24 Jahre alte Soester Eberhard Viegener hat soeben die ersten Schritte in ein Leben als freier Maler gesetzt, machte jedoch schon 1913 durch eine Reihe von Soester Stadtansichten auf sich aufmerksam.
Die 85 x 64 cm große Ölmalerei auf Leinwand stellt im Querformat den Klosterkomplex Himmelpforten als exakte Gegenstandsbezeichnung dar. Im Vordergrund des in drei Zonen aufgeteilten Gemäldes fließt die Möhne in das Bild hinein. Die alte Brücke über den Fluss schafft die Verbindung zum mittleren größten Bereich. Dieser wird im linken Teil vom hellen Klostergebäude mit seiner zehnachsigen Fensterfront, dem durch eine Treppe zu erreichenden Portal und dem großen schiefergedeckten Walmdach mit fünf Gauben eingenommen. Drei ziegelgedeckte, mit Bäumen gesäumte Bauten, teilweise aus Fachwerk, im größeren rechten Teil der mittleren Bildzone sind als Wirtschaftskomlpex des Klosters auszumachen und direkt von der Brücke aus durch eine Baumallee zu erreichen. Obwohl durch einen großen Baum im unteren Teil verdeckt, ist die Kirche hinter den Gebäuden an dem für Zisterzienserbauten typischen Dachreiter gut zu erkennen. Die sanft abfallenden, teilweise bewaldeten Ausläufer des Haarstrangs im Hintergrund des Klosterkomplexes schließen den Mittelteil ab. Die dritte Zone des Bildes wird von dem hellblauen, in der rechten Hälfte bewölkten Himmel eingenommen.
Eberhard Viegener, der im elterlichen Geschäft das Handwerk des Dekorationsmalers erlernt hat, besucht 1907 für ein Jahr in Hagen die Malerklasse der gewerblichen Fortbildungsschule. Jeden Sonntag verbringt er im Folkwangmuseum des Karl-Ernst Osthaus und kommt so mit Werken zeitgenössischer Künstler wie Marc, Nolde, Rohlfs, Matisse, Gauguin und van Gogh , die als Wegbereiter der Moderne gelten, in Kontakt. Das Bestreben dieser modernen Malerei liegt in der Abkehr von der realitätsbezogenen Darstellung. Man gelangt zu einer Verselbständigung der bildnerischen Mittel Form und Farbe. Diese Tendenz ist bereits in den frühen Arbeiten Viegeners zu erkennen. Als er von 1912 bis 1914 in Zürich und Klosters als Dekorationsmaler arbeitet, entstehen im Graubünder Bergland die ersten zwanzig Bilder. Die Farbe löst sich allmählich vom spezifischen Gegenstand und wird damit zur Ausdrucksfarbe, wird expressiv. Der zu malende Gegenstand wird so gestaltet, wie er empfunden wird. Der lockere Pinselstrich führt zu einer Vereinfachung der Gegenstände und spiegelt die Spontaneität des Schaffensprozesses.
Das frühe Werk Himmelpforten ist zwar in der modernen Malweise noch weit entfernt von 1919 gestalteten Bildern wie Frühling in Soest oder Blühende Gärten mit Pauliturm, wo Viegener wirklich Expressionist geworden ist, also ohne Rücksicht auf das Gegenständliche malt. Doch zeigt es beispielhaft, wie der Maler begonnen hat, in Auseinandersetzung mit den aktuellen Kunstströmungen seine individuelle Gestaltungsweise zu entwickeln. Die breiten, teilweise mosaik-, teilweise balkenartigen Pinselzüge sind besonders gut am Möhnefluss und dem angeschnittenen Baum, an den Dächern von Kloster und Kirche sowie an Wald und Himmel zu erkennen. Scheint die Farbe auf den ersten Blick naturgetreu verwendet worden zu sein, so bemerkt man jedoch beim genaueren Hinsehen, dass dem Rot der Dächer Grün zugefügt ist und dass diese von einer himmelblauen Kontur gerahmt sind. Die Farbe der Dächer von Kloster und Kirche sowie von Fluss und Himmel sind ein lebendiges Zusammenspiel von blauen, grünen, lila- und sogar rosafarbenen Farbtupfern. In der Mittelzone des Bildes stehen sich zwei Farbbereiche gegenüber, der blaue Bezirk mit Brücke, Kloster und Kirche auf der linken Seite dem rot-ockerfarbenen Bereich mit den Wirtschaftsgebäuden auf der rechten Seite. Durch die blaue Kontur der roten Dächer sowie durch die roten Schornsteine und Fensteröffnungen der Dachgauben gehen sie miteinander eine Verbindung ein. Darüber hinaus ist die grüne Farbe, die beide Farbbereiche durchdringt, als verbindendes Element anzusehen. Das Blau des Himmels korrespondiert mit der Möhne, in der hellblaue, lila- und ockerfarbene Pinseltupfer als Spiegelung des Klosters und rot-ockerfarbene Pinselbalken als Spiegelung der Wirtschaftsgebäude sichtbar sind.
Ende 1922 fängt eine neue Schaffensphase im Leben Eberhard Viegeners an, die Neue Sachlichkeit, die zehn Jahre andauert. Ein Werk dieser Stilrichtung ebenfalls mit dem Motiv von Kloster Himmelpforten wurde in ense-press vom 26. März 2004 vorgestellt. Zu Beginn dieser Phase heiratet Viegener Cecilie Henckels und kauft ein Haus auf der Haarhöhe bei Bittingen, in dem er bis zu seinem Lebensende wohnt.
Margarete-Anne Löer, Günne
(veröffentlicht: Ausgabe 104/Ostern 2006, Seite 20)
ense-press by haase-druck
Peter Haase
Rauschenberg 82
59469 Ense-Bremen
Tel.: +49 2938 573
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die aktuelle Ausgabe, Heft 150:
19.10.2017
Künstlertreff Ense 2008
Wilhelm Winkelmann 1904/89 | Der Linolschnitt
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Udo Wollmeiner
Gero Troike
Vasilije StojanoviĆ
Fritz Viegener (1888 - 1976)
Maria Sperling
Hubert Hense, Alphornmacher
Elke Knappstein
Fritz Viegener
LIZ: KunstProjekt zum 100jähr. Bestehen des Möhnesees
Christina Simon, Weißenfels
Max Schulze-Sölde (1887-1967)
Ronald Schwarzbeck
Wolfgang Bargel
Dorothee Weber, Werl
Rob. Ittermenn und Herm. Prüßmann
Antje Prager-Andresen
Karin Heide Jasper-Schnarre †2010
Karl Richard Jauns
Patrick Porsch
Ludwig Jarmuth
Fachwerkhaus Stockebrand
Victoria Kettschau - Malerin
Pater Abraham Fischer OSB
Karl Richard Jauns †1990 • Siegmar Steinfeld †2000 • Wilhlem Winkelmann †1989 •
Jochem Poensgen, Soest
Stefan Risse, Ense
Bernd Sewert, Möhnesee
Sigrid Wobst, Möhnesee
Susanne Lüftner
Michael Winkelmann
Wolfgang Klee
Franz Risken
Waltraud Schneppendahl
Eberhard Viegener
Kuenstler 1920-1950
Waltraud Schlausch-Esser
Ruth Steinkamp-Malz
Bernd-Udo Winker
Monika Buggisch-Leu
Hewingser Marienfenster
Edda Tubbesing
Eberhard Viegener
Hartwig Diehl
Ingrid Wörsdörfer
Ewald Sacher
Thomas Jessen
Hubert Nordhoff
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Pascale Petit-Peters
Rainer Claus
Karinheide Jasper-Schnarre
Margret Beerwerth
Sieben Künstler
Dr. phil. Heinz Gramann
Ingrid Becker
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Kunst in Ense
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