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Trost finden | Trauergruppe Sommerland fĂĽr Kinder und Jugendliche in Soest
 






»Oma ist jetzt im Himmel, und auch irgendwie in mir«, steht in einer kleinen Sprechblase oder: »Papa ist jetzt auf einer Wolke«, ist unter ein liebevoll gezeichnetes Bildchen geschrieben. – Es sind Ansätze von Kindern, das Unfassbare, den Tod des Vaters oder der Oma, mit Stift und Papier fassbar zu machen. Entstanden sind die Bildchen in der Soester Trauergruppe für Kinder und Jugendliche.

»Sommerland« heißt der Ort in Soest, wo sich Trauergruppen treffen, welchen die Diakonie Ruhr-Hellweg e.V. anbietet. Hier bekommen Kinder, Jugendliche und deren Angehörige, die einen nahen Menschen verloren haben, einfühlsame Begleitung. Dazu gehört auch, sich mit dem Tod intensiv auseinanderzusetzen.

Es geschieht auf vielfältige Weise. »Im Laufe unserer gemeinsamen Zeit mit den Kindern und Jugendlichen sind kreative, aussagekräftige Objekte, Gedichte, Zeichnungen bis hin zu Liedtexten rund um die Themen: Tod, Trauer, Verlust und Trost entstanden«, berichten Anna Möllenberg und Edda Rudat, Leiterinnen der Jugend- bzw. Kindergruppe bei Sommerland.

Es finden sich zum Beispiel selbst gebastelte Kerzen und Holzengelchen als Grabschmuck. Für Erinnerungsstücke an die Verstorbenen haben die Kinder Schatzkästchen gebastelt; sie sind mit auffallend vielen bunten Glitzersteinchen verziert. »Das zeigt die hohe Wertschätzung für die Verstorbenen«, erklärt Edda Rudat. Die Kinder und Jugendlichen geben mit ihren bei der Trauerarbeit entstandenen Werken einen tiefen und sehr berührenden Einblick in ihre außerordentliche Lebenssituation und die damit verbundenen Gedanken und Gefühle. »Es ist wichtig, das Unfassbare so begreifbar machen zu können«, fügt Anna Möllenberg hinzu.

In der Jugendgruppe sind Bilder auf Leinwänden entstanden. Die Gefühle können eben auch in bunten Farben zum Ausdruck gebracht werden. »Wir haben in unseren Trauergruppen kein Müssen und Sollen, sondern sind einfach nur Begleiter und Zuhörer. Deswegen entstehen auch viele bunte Bilder, aber eben auch die komplett schwarze Leinwand. Das sind die Gefühle der Jugendlichen, die sie - jeder ganz so wie er möchte – zum Ausdruck bringen.«

Der Tod ist auch heute im Alltag immer noch ein Tabu-Thema.

Nach außen sollen und wollen wir immer glücklich wirken, dabei ist der Tod ja unumgänglich. Und wenn es dann im Umfeld zu einem Todesfall gekommen ist, dann verunsichert uns dies zutiefst. Wir alle kennen die damit verbundenen Gefühle und Reaktionen nur zu gut. Ein Ausweichen auf die andere Straßenseite, ein Wegschauen, Floskeln ohne Tiefe, all dies sind Verhaltensweisen, in denen sich jeder wiederentdeckt.

In diesen für uns so angespannten Situationen kann es immer wieder passieren, dass wir Erwachsenen die Kinder und Jugendlichen in ihrer Trauer völlig übersehen.

»Auch mir«, gibt Edda Rudat zu, »ist es genauso ergangen. Ich erinnere mich noch genau an den Todesfall in meinem Freundeskreis. Ein Kind war verstorben und erst nach dem Besuch der trauernden Eltern ist mir aufgefallen, dass ich dem ebenfalls anwesenden Geschwisterkind keine Aufmerksamkeit geschenkt hatte.«

Sommerland möchte mit diesem Artikel die Gelegenheit nutzen, um seine Arbeit der Öffentlichkeit vorzustellen.

»Wir sind sehr dankbar für jede Möglichkeit der Präsentation, denn von Sommerland sollen viele Menschen wissen, damit im Notfall geholfen werden kann«, betont Maria Wulfinghoff, die seit sechs Jahren für Sommerland verantwortlich ist. Zudem weist sie auf die Wanderausstellung hin, die seit etwa zwei Jahren kreisweit unterwegs ist. Neben Krankenhäusern, Geldinstituten, Schulen und Kirchen sind auch Kreis- und Gemeindeverwaltungen bisher bereit gewesen, als Gastgeber aufzutreten und diese der Öffentlichkeit zu zeigen. Sie umfasst die unterschiedlichsten Objekte.

»Die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Ausstellung dem Thema Tod und Trauer anzunähern, halten wir für ein wichtiges gesellschaftliches Angebot«, so Maria Wulfinghoff.

Ebenso gern informieren die Mitarbeiter*innen von Sommerland im Rahmen von Vorträgen über ihre Arbeit. Unterstützt werden Maria Wulfinghoff, Anna Möllenberg und Edda Rudat durch ein ehrenamtliches Mitarbeiterteam. Alle drei sind sich einige: »Unser Mitarbeiter und die Kolleginnen machen das Tun bei Sommerland erst möglich. Sie sind aus unserer Arbeit nicht wegzudenken.« •
Edda Rudat, Sommerland


Liebe Leser*innen,

Sie erreichen Sommerland unter: Sommerland Trauergruppen fĂĽr Kinder und Jugendliche, WiesenstraĂźe 15, 59494 Soest, Leitung: Maria Wulfinghoff, Tel. 02921 3620-143 und E-Mail: mwulfinghoff@diakonie-ruhr-hellweg.de, Internet: www.diakonie-ruhr-hellweg.de.
Sommerland ist auf Spenden angewiesen. Neben einer Einmal- oder Dauerspende gibt es auch die Möglichkeit von Geldspenden anlässlich von Jubiläen, Geburtstagen oder Trauerfeiern. Auch die Übernahme einer Patenschaft ist möglich:

Stichwort: »Sommerland«,
Konto: Diakonie Ruhr-Hellweg eG, Soest, KD-Bank:
IBAN: DE10 3506 0190 2114 8160 38
BIC: GENODED1DKD

... veröffentlicht auf Seite 26, Sommerausgabe 2019, Heft 157.
ense-press by haase-druck
Peter Haase
Rauschenberg 82
59469 Ense-Bremen
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Die aktuelle Ausgabe, Heft 158,
Winter 2019/20

17.11.2019
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