20.09.2021

Klimaschutz

CO2 speichern

Zur Erreichung der Klimaneutralität ist die CO2-Speicherung unerlässlich, weil bestimmte Sektoren wie etwa die Landwirtschaft oder Zementindustrie nur begrenzte Möglichkeiten zu CO2-Einsparungen haben.

Aus Magazin Nr: 164

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Meeresboden: Symbolbild zum Thema C02-Speicherung unter See. Norwegen, die Niederlande, Belgien und Großbritannien bereiten zum Teil mit Milliardenaufwand die Verpressung großer Mengen Kohlendioxid im Meeresboden vor. Deutschland möchte diese Möglichkeit ebenfalls nutzen. Tief unter dem Grund der Nordsee sehen nämlich Wissenschaftler große Speicherpotenziale. Foto: www.123RF.com

Die Bundesregierung will den Export und die Speicherung des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid (CO2) im Meeresboden außerhalb des deutschen Hoheitsgebiets möglich machen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür werden bereits angepasst, berichtet WELT AM SONNTAG unter Berufung auf das Bundesumwelt- und das Bundeswirtschaftsministerium. Und der Energiekonzern Vattenfall hat darüber hinaus die Abscheidung und unterirdische Lagerung von Kohlendioxid (Carbon Capture and Storage, kurz CCS) auf Wirksamkeit erprobt.

Mit Blick auf den Transport von CO2 ins Ausland und dessen Speicherung dort plane die Bundesregierung die Ratifikation des geänderten Artikels 6 des London-Protokolls, ließ das Bundesumweltministerium die Öffentlichkeit wissen. Damit werde »der grenzüberschreitende CO2-Transport zwecks Speicherung im tiefen Untergrund unter dem Meeresboden ermöglicht«.

Nach aktuellen Szenarien etwa des Weltklimarats IPCC, der Internationalen Energie-Agentur oder der Denkfabrik Agora Energiewende sind unterirdische CO2-Speicher zur Erreichung der Klimaneutralität unerlässlich, weil bestimmte Sektoren wie etwa die Landwirtschaft oder die Zementindustrie nur begrenzte Möglichkeiten zur CO2-Einsparung haben.

Quelle: WamS